Besuch in einem Rohkost-Restaurant 2012

Bericht einer Teilnehmerin

Über Rohkost wusste ich nicht viel, nur dass alle Speisen unter 40° gegart oder dehydriert werden, bzw. die Nahrung roh und unbehandelt gegessen wird.

So verabredeten wir uns zu einem Restaurantbesuch, bei dem wir Rohkost und vegetarische Gerichte ausprobieren wollten. Es war noch sehr kalt im Februar, so bestellte ich für mich kleine, warme Nudelhalbmonde, gefüllt mit Maronen und Kürbis. Eine reine Geschmackssymphonie für meinen Gaumen. Es war so lecker! Da es nur wenige Monde waren, hatte ich noch Hunger. Die Anderen aßen Salate, die so unglaublich bunt gemischt waren mit allerlei Sorten von Sprossen und Blattgemüse, die so wunderbar hergerichtet waren, dass das taktile Genießen mit Leichtigkeit verbunden und Geschmacksexplosionen bei jedem Happen Glückseeligkeit auslösten.

Die Zutaten sind alle aus biologischem Anbau, liebevoll geschnitten und zu einem Gesamtkunstwerk auf dem Teller arrangiert, gekrönt von edlen Ölen und feiner Säure mit einigen Kernen. Überwältigend!!.

Es gab auch eine Rohkostlasagne, von der ich essen durfte, weil jemand schon satt war. So unglaublich feine Schichten nur aus Gemüse und Tomatensoße, noch nie hat mir Essen so gut getan, ich konnte spüren, wie viel Leben in dem Essen steckte und es machte mich satt, ohne ein Völlegefühl zu haben. Nach dem Hauptgang stellte sich kein Anflug von wohliger Müdigkeit ein, ganz im Gegenteil, Rohkost gibt Energie!

Es gab auch einen Nachtisch für mich! Walnusstorte mit einer kleinen, fingerhutförmigen Garnitur aus in Rosmarin marinierter Birne mit einer wunderbar reifen Himbeere drauf. Ich musste den Restaurantchef fragen, was diese Garnitur war, denn die Birne war in Hirsekörnergröße auf dem Teller und ich konnte nicht schmecken, dass es tatsächlich Birne war. Eine großartige Komposition feiner Aromen, die nur aus den Zutaten strömten und Essen für mich ganz neu definierten.

Ich kann noch nicht auf gekochte Nahrung verzichten, aber könnte ich Essen so zubereiten, wie es in diesem Restaurant möglich ist, wäre Rohkost für mich die gesündeste und lebendigste Nahrung, die ich essen könnte. Ich bin sicher, dass industrielle Nahrung nach und nach von meinem Teller verschwinden wird, ganz von allein, wenn ich soweit bin. Ich kann allen diese Gaumenfreude nur empfehlen. Buon Appetito!

(Fotos zu dieser Seite: Juane Uehlein)