Entwicklungsreisen des Vereins

Wir haben uns all die Jahre intensiv damit beschäftigt, unsere Ziele, für die wir den Verein‏ gegründet hatten, im Alltag umzusetzen.
‏Viele kleine und große Schritte sind wir gegangen, als Verein aber auch jeder einzelne von uns.

‏Hier ein kleiner Auszug aus unserer Vereinsarbeit:

‏Die Planung und Durchführung unseres "Tages der offenen Tür 2011" ließ uns auf etwas Besonderes aufmerksam werden. Wenn wir uns alle auf ein Ziel konzentrieren und jeder seine Fähigkeiten hinein gibt, entsteht daraus eine gemeinsame Arbeit.

‏Aus diesen Erfahrungen ergab sich, dass wir im darauf folgenden Jahr ein Arbeitswochenende außerhalb Berlins, zum Beispiel bei einem Vereinsmitglied, planten.

Aachen

Unsere erste Reise führte uns nach Aachen.
‏Der Aufenthalt dort wurde von derjenigen organisiert, die dort lebt und in der „Obermühle“, einem Seminar- und Konferenzhaus, arbeitet, in der wir übernachten und arbeiten konnten.
‏Durch die Freude auf dieses Ziel, verging die lange Busfahrt von Berlin nach Aachen schnell.

‏Vor Ort beschäftigten wir uns noch einmal intensiv mit den Werten unseres Vereins wie "Güte, Mitgefühl, Besonnenheit und Gerechtigkeit" (wer mehr darüber wissen möchte, kann es auf unserer Startseite nachlesen).
‏Unsere Übungen bestanden darin, den Sinn dieser Werte zu erfassen. So konnte jeder sein eigenes Verständnis darüber benennen, wodurch ein tieferes Erleben der Wertegrundlagen unserer Vereinsarbeit entstand.

‏Die dortige ländliche Umgebung, nahe der holländischen Grenze, ein Gutshof, jetzt Künstlerakademie und eine kleine Kapelle, luden uns zu Spaziergängen ein.

‏Abends ließen wir den Tag im vom alten Mühlen- Räderwerk dominierten gemütlichen Aufenthaltsraum unserer Unterkunft ausklingen.

Graz

Die nächste Reise führte uns Anfang Dezember nach Graz. Wir wohnten und arbeiteten in dem Bildungshaus Mariatrost, das etwas unterhalb der berühmten Basilika Mariatrost auf einem Hügel liegt. Von hier aus hatten wir einen weiten Blick über die Stadt Graz und zu den nahegelegenen Bergen und Wäldern.

Unser Thema war diesmal uns unsere individuellen Fähigkeiten bewußt zu machen. Manchmal sind es gerade die Stärken, die man nicht erkennt oder vielleicht als selbstverständlich betrachtet und deshalb gar nicht zu schätzen weiß. Aus der gemeinsamen Arbeit kannten wir uns gut genug, um uns gegenseitig darauf aufmerksam zu machen.
Es ging darum, sich selbst mit seinen Stärken wahrnehmen zu können, sich daran zu freuen und daraus bereit zu sein, sie einzusetzen.
In unserer Freizeit besichtigten wir die Wallfahrtskirche Mariatrost mit ihrer Marienstatue, besuchten Weihnachtsmärkte und genossen die Vorweihnachtsstimmung.

Südengland - Torquay

Torquay in Südengland war für ein verlängertes Wochenende unser nächstes Vereins-Reiseziel.

Wir hatten uns für diese Reise ein Arbeitsthema ausgesucht, das auf dem vorhergehenden Thema "Was sind unsere Fähigkeiten" folgte.

Unsere noch vorhandenen Schwächen (zum Beispiel Angst, etwas nicht zu können), die uns am Gelingen unserer Vereinsarbeit hindern könnten, wollten wir für uns dort bewusst machen. Die Vereinsgruppe bietet uns eine liebevolle Grundlage, unsere Schwächen offen und ehrlich gemeinsam anzuschauen, zu besprechen und auch wertschätzen zu lernen. Es war für alle eine ungewöhnliche, und doch auch gute Erfahrung, denn auf unserer gemeinsamen Reise hatten alle die Möglichkeit, über die eigenen Schwächen hinauszuwachsen und sie als Stärken anzuerkennen und zu nutzen.

Unsere schöne Unterkunft war ein kleines Bed & Breakfast-Hotel in viktorianischem Stil und dem Charme vergangener Zeiten. Wir fühlten uns dort sehr wohl.

Der erste Tag unserer Vereinsreise begann mit einem reichhaltigen typisch englischen Frühstück, aus dem wir gestärkt für die Aufgaben unseres Arbeitsthemas hervorgingen. Den Vormittag lang widmeten wir uns unseren Schwächen und den Herausforderungen, die sie für uns bereithielten.

Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Die Steilküste zum Atlantik war nur wenige Minuten von unserem Hotel entfernt. So konnten wir Spaziergänge am Meer machen, den Hafen besichtigen und die kleine Stadt mit ihren Geschäften erkunden.

Das gemeinsame Abendessen nahmen wir in einem Seafood-Restaurant am Platz ein.

Da wir uns für die besondere Vergangenheit und Geschichte unserer Herberge interessierten, entschlossen wir uns am nächsten Tag zu einer allgemeinen Wahrnehmungs-Übung, die uns die außerordentlichen Ereignisse des Hauses aufzeigte und uns vieles klar machte.

Im Anschluss besuchten wir in der Freizeit einen alt-englischen Tea-Room oder wir entschieden uns für eine kleine Rundfahrt durch die Umgebung von Torquay mit allen Sehenswürdigkeiten.

Obwohl es in Südengland im März üblicherweise regnet und stürmt, ließen uns doch die Palmen, die Berge und die schönen alten Gebäude erahnen, wie schön es hier im Sommer zur Urlaubszeit sein mag.

Wir genossen unseren letzten Abend beim gemeinsamen Kochen und gemütlichen Abendessen. Der Tag klang für alle gesellig entweder mit einem Besuch in einem englischen Pub oder an der Hotelbar aus.

Unsere Gastgeber verabschiedeten uns herzlich im kleinen Salon des Hotels mit einem Klavierkonzert.

Sylt

Viele Monate beschäftigten wir uns mit dem Thema Erfolg, nicht nur den eigenen Erfolg in bestimmten Lebensbereichen, sondern auch mit dem Erfolg des Vereins und wie jeder einzelne zu diesem Erfolg beitragen kann. Ist jeder am richtigen Platz mit seinen Aufgaben und Fähigkeiten? Was gibt jeder in den Verein in die Gemeinschaft hinein?

Für ein verlängertes Wochenende mieteten wir uns auf Sylt ein reetgedecktes Ferienhaus. Warum dort? Weil die Sylter natürliche Klarheit und Herzlichkeit leben.

Gemeinsam fuhren wir mit der Bahn. Lili, unsere Hündin, kam auch mit. Alles war bestens vorbereitet und organisiert. Das Haus war geräumig, alle Zimmer freundlich und hell, liebevoll und schlicht eingerichtet und es gab einen lichtdurchfluteten Salon. Uns erfüllte ein Gefühl von Leichtigkeit, Weite und Fülle. Lili saß oft auf dem ersten Treppenabsatz, beobachtete alles und passte auf. Unser Haus begeisterte uns und so waren wir bereit für unsere gemeinsame Arbeit.

Der Fokus war, als Gemeinschaft ein paar schöne Tage zu verbringen. Alle fühlten sich wohl, weil jeder auch zum Wohlfühlen beitragen wollte. Getragen von diesem Gefühl wurde in intensiven Gesprächsrunden deutlich, dass es in erster Linie wichtig ist, offen und ehrlich mit sich selbst zu sein, um alte Reaktionen und Verhaltensmuster nicht zu wiederholen. Wir wagten uns anzuschauen, wie wir mit uns selbst und anderen umgehen, konnten Dinge ansprechen, die zwischen uns bisher unausgesprochen waren. Diese Gespräche fanden in einem geschützten Rahmen statt, so dass Schwächen erkannt und Muster, Programme, sowie Widerstände gelöst werden konnten. Eine neue, positive Ausrichtung der eigenen Themen wirkt sich immer sowohl auf den eigenen, als auch auf unseren gemeinsamen Erfolg aus.

Täglich unternahmen wir Spaziergänge, allein oder in kleinen Gruppen. Das Laufen  durch die Dünen hin zum Strand, die Natur, die Weite des Meeres, Sonne und Regen, Licht und Luft, alles, was Sylt so besonders macht, konnten wir immer aufs Neue genießen.

Es war eine schöne, gemeinsame Zeit, in der wir uns tiefer kennenlernten und jetzt besser einander verstehen können. Wir fühlten uns auf Sylt in unserer Erkenntnisarbeit unterstützt und getragen, so dass wir schon bei der Abreise wussten, im nächsten Jahr kommen wir wieder.